Düngungsempfehlung/Hopfen

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Eine geringe, unzureichende Kalkversorgung hat eine schlechte Bodenstruktur, eine verminderte Nährstoffwirkung der mineralischen und organischen Dünger und eine weiter fortschreitende Versauerung zur Folge.

Die Bodenverschlämmung und die Gefahr des Bodenabtrages in Form der Erosion nehmen deutlich zu.

Je nach Kalkversorgungszustand und Kalkbedarf der untersuchten Fläche wird nach einer

  • Gesundungskalkung bzw.
  • Erhaltungskalkung

unterschieden.

Aus nebenstehender Tabelle sind die entsprechenden Kalkmengen in Bezug auf die vorhandenen Bodenarten und die Art der Kalkung zu entnehmen.

Die Kalkdüngungsempfehlung bezieht sich auf den Hopfenanbau in den Bundesländern

  • Bayern
  • Baden-Württemberg
  • Thüringen
  • Sachsen und
  • Sachsen-Anhalt


Die Kalkdüngung wird bei der Bodenuntersuchung in dt CaO/ha angegeben. Im Hopfenbau soll bevorzugt

  • Kohlensaurer Magnesiumkalk bzw.
  • Kohlensaurer Kalk

eingesetzt werden.

Umrechnungsfaktoren:

…. % Ca/MgCO3 x 0,56 = …. % CaO
…. % MgCO3 x 0,478 = …. % MgO

Anzustrebender pH-Wert und Kalkdüngung bei Hopfen

Bodenart  
Bodenarten- schlüssel
 
 
pH-Klasse C optimal (anzustreben)
 
 
Erhaltungs- kalkung für 3 Jahre dt CaO/ha
 
Gesundungskalkung
bei pH-Wert  
jährliche Höchstgabe dt CaO/ha
 
Sand 01 5,0 – 5,4 7 < 5,0 10
schwach lehmiger Sand 02 5,5 – 5,9 12 < 5,5 15
stark lehmiger Sand
sandiger Lehm
schluffiger Lehm (Lößlehm)
03 – 05 6,0 – 6,4 17 < 6,0 25
toniger Lehm bis Ton 06 – 08 6,5 – 6,8 20 < 6,5 30